Schnabel, Julian (* 1951)

Julian Schnabel

Der US-amerikanische Künstler und Star im internationalen Kunstmarkt, Julian Schnabel, studierte 1969-1973 an der University of Houston (Texas) und 1973-1974 am Whitney Museum Independent Study Program, New York. Schnabel collagiert seine meist großformatigen Bilder häufig mit verschiedenen Materialien, wie es zuerst die Kubisten Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden hatten. Dabei verwender er zum Beispiel Teller, Erde, Weltkarten,  Samt, auch provokante Stücke wie Priestergewänder oder Zeltplanen als Teil des Malgrunds und überdeckt sie mit einer expressiv-gestischen Malweise. Auf diese Weise provoziert er disparate Assoziationen beim Betrachter. Schnabels Bildelemente verschränken Elemente des Religiösen, Mythischen oder der primitiven Bildkunst miteinander und stellen seine Kunst in ein Kaleidoskop der Weltsymboliken. 

Julian  Schnabel hat eine Vorliebe für das Poetische, das er in seinen Bildern ausdrückt. Schnabel interessiert sich für Details, das Fragmentarische und das gestalterisch Expressive. Seine neueren Grafiken widmete er dem großen amerikanischen Dichter Walt Whitman, bezugnehmend auf dessen natur- und volksverbundene Geisteshaltung. Schnabels Grafiken beruhen auf einer gestisch-expressiven Übermalung eines Baummotivs. Umgeben von einem violett-weißen Farbnebel faszinieren die beiden Grafiken im musealen Großformat durch eine eindringlichen und rätselhaften Komposition. Julian Schnabels Werk ist in nahezu allen wichtigen Museen und Sammlungen vertreten, u.a.: Contemporary Arts Museum Houston, Kunsthalle Basel, Whitney Museum of American Art, Museu Nacional de Arte Reine Sofia Madrid. Einzelaustellungen u.a. in: Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main, Fundacio Joan Miró Barcelona, Mary Boone Gallery New York, Leo Castelli Gallery New York, Galerie Yvon Lambert Paris, Ostlicht Galerie Wien, Ludwig Museum Koblenz, Museo Correr Italien.

Anfang Januar 2018 kam der Dokumentarfilm "Julian Schnabel: A Private Portrait"  in die deutschen Kinos.