Kirkeby, Per (1938-2015)

Per Kirkeby
Per Kirkeby studierte von 1957 bis 1964 Geologie an der Universität Kopenhagen und schloss mit einer Promotion ab. Als Geologe nahm er an Expeditionen nch Grönland, Mittelamerika und Zentralasien teil und hielt seine Eindrücke in Romanen, Fotoserien, Filmen und Zeichnungen fest. Auf diese Reiseererlebnisse beziehen sich seine ersten Bildzyklen in Mischtechnik. Als Künstler beteiligte er sich in den 1950er und 1960er Jahren an der Fluxus-Bewegung. 1962 trat er der avantgardistischen Künstlergruppe "Den Eksperimenterende Kunstskole" bei. Zu Beginn der 1970er-Jahre wandte sich Kirkeby von der Pop Art der informellen Malerei der 50er-Jahre zu.  Ab 1977 bediente er sich der Ölmalerei mit Themen aus der Natur, mit der er in neo-epressionistischer Malweise intuitive Vorstellungen und metaphysische Reflexionen ins Bild setzte. Sowohl Per Kirkebys Bilder als auch seine abstrakten, assoziationsreichen Grafiken sind rare Sammlerstücke. Seit 1995 beschäftigte sich Kirkeby mit Architektur und entwarf mehrere Gebäude für die Stiftung Insel Hombroich. 1978 erhielt er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 1989 ging er als Professor an die Städelschule in Frankfurt am Main, wo er bis 2000 lehrte. 
International erregte er vor allem in Deutschland Aufmerksamkeit, er stellte aber auch in der Londoner Tate Gallery, im Museum of Modern Art in New York und im Centre Pompidou in Paris aus. Ab 1978 arbeitete er an der Kunstakademie Karlsruhe und danach von 1989 bis zum Jahr 2000 als Professor an der Städelschule in Frankfurt/Main. Seit den 1960er-Jahren arbeitete Kirkeby häufig mit bekannten deutschen Künstlern wie Joseph Beuys und Jörg Immendorff zusammen. In Deutschland sind von ihm unter anderem das Stuttgarter „Kirkeby-Monument“ (1987) und eine Kunstmauer vor dem Neubau der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/Main (1996) zu sehen. Die TATE Gallery London, Metropolitan Museum of Modern Art New York, MOMA Museum of Modern Art New York, Fine Arts Museum San Francisco, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf, u.v.w. Museen haben Kirkebys Holzschnitte und andere Arbeiten in ihre permanenten Sammlungen aufgenommen. Neben der Teilnahme an der Biennale in Venedig stellte er auch auf der documenta 7 und IX aus.